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  • anjaloebbecke

Ein «handschriftliches» Willkommen in meinem Blog zu privater Gartenarchitektur

Liebe Leser,

herzlich willkommen zu meinem Blog, in dem ich… was schreiben werde?


Der Werbeslogan einer bekannten Online-Staudengärtnerei, Gaissmayer, zeigt zwei Richtungen sich dem Thema Gartengestaltung zu nähern: „Die Adresse für Pflanzenliebhaber und Freunde der Gartenkultur“, heißt es da.


Da wäre also zum einen die Faszination an der einzelnen Pflanze, der sogenannte Pflanzenliebhaber: Arten, Sorten, farbliche Besonderheiten und ausgefallene Seltenheiten faszinieren ihn und es soll Menschen geben, die über 100 Sorten Schneeglöckchen Ihr Eigen nennen! Jeder hat Seins - und das ist auch gut so.


Auch ich mag Schneeglöckchen als filigrane Frühlingsboten, rieche gerne an jeder Rosenblüte in der Hoffnung auf ein Dufterlebnis und genieße die Eleganz einer einzelnen Lilienblüte, aber eine Sammlung anzulegen oder "Hätscheln und Tätscheln" einzelner Exemplare ist meine Sache nicht. Meine Leidenschaft ist das zweitgenannte, «die Gartenkultur», etwas moderner ausgedrückt vielleicht, das «big picture» eines Gartens. Die englische Garten-Ikone Christopher Lloyd – ein Pflanzenliebhaber übrigens – bezeichnete das, worüber ich schreiben möchte, in einem Interview als „Skelett eines Gartens“. Es geht um Strukturen, das Verhältnis von Ästhetik und Funktionalität, um den Rahmen, das «Gebaute» am Garten, um Raumkonzepte, Aufteilungen und Sichtachsen, psychologische Effekte, und vieles mehr. Natürlich ist auch das «Fleisch am Knochen» von einiger Bedeutung, also die Bepflanzung, aber dann geht es eher um Arrangements als um Einzelexemplare.


Natürlich ist ein Teil des Themas Geschmackssache. «Rund» gegen «eckig» ist wohl ein immerwährendes Gegensatzpaar im Garten, wie gut gegen böse – ohne Wertung natürlich! Gerade die derzeitige Gartenkultur ist sehr pluralistisch und individuell. Beides schätze ich sehr, vor allem so lange es geschmackvoll bleibt. Daher werden Sie auch in meinen Gärten alle möglichen Stile wiederfinden. Als selbständige Gartendesignerin habe ich mir vorgenommen, das zu entwerfen, was den jeweiligen Kunden gefällt. Und jeder ist anders, so auch «meine» Gärten.


Zum anderen habe aber natürlich auch ich mir viele Gedanken darüber gemacht, was eine «gute» Gartengestaltung grundsätzlich ausmacht, was ich für sinnvoll halte und was für Unsinn. Auch dies fließt natürlich in meine Gestaltungen und diesen Blog ein. Ich möchte Ihnen hier meine Handschrift näher bringen in dem, was ich eben als Skelett bezeichnet habe: Egal was der Inhalt eines Textes ist, den man schreibt, es ist die Handschrift, die das optische Bild des Textes auf Papier gibt.


Darüber hinaus gibt es aber auch harte Fakten zu Psychologie, Grundregeln der Kunst, Gärtner-Regeln und so vielem mehr, die ich gerne vermitteln möchte. Zum Beispiel, dass sich der Mensch immer sicherer und geborgener fühlen wird, wenn er im wahrsten Sinne des Wortes «etwas im Rücken hat». Es sind manchmal keine großen Erkenntnisse, die zu einem schönen Garten führen, sondern das Vereinen von vielen, bedeutungsvollen Kleinigkeiten.


Zu guter Letzt liegt mir aber besonders am Herzen zu einigen Themen Position zu beziehen, die keine direkte Form auf dem Papier annehmen, im Leben mit dem Garten aber sehr große Auswirkungen haben und unsere Vorstellungen bestimmen, was wir wollen und vom Garten erwarten. Das letztliche Ziel meiner Gestaltungen ist es eine zeitgemäße Antwort auf diese heutigen Bedürfnisse zu finden und das sind meist weniger hart zu greifende als «rund» oder «eckig»: «Pflegeleichtigkeit» oder «Umgang mit Natur im Garten» gehören dazu und werden sicher nicht nur in einem Beitrag Erwähnung finden.


Um das abschließend nochmal festzuhalten: Ich liebe Pflanzen! Aber vor allem liebe ich sie als Farbe, als Struktur, als Füllung des Skelettes ohne das der Garten nicht leben könnte, im wahrsten Sinne tot wäre. Nur machen mich manchmal 100 Stück derselben Pflanzensorte glücklicher als 100 verschiedene.

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